Bewerbungstipps

Ausführlichere Tipps rund um Ihre Bewerbung sowie Informationen über zahlreiche Serviceangebote wie Bewerbungsmappencheck, Informationsveranstaltungen und persönliche Beratung finden Sie auf den Seiten des Zentralen Career Service der TUM sowie im TUM Handbuch für Ihre Karriere.

1. Jobsuche

Überlegen Sie sich, in welcher Branche Sie arbeiten wollen, und welche Aufgabenbereiche Ihnen Spaß machen würden. Ideen und einen Überblick über das Jobangebot finden Sie in Jobbörsen, bei Jobmessen, über Persönliche Kontakte und gegebenenfalls über einen ehemaligen Arbeitgeber bei Ihrer Jobsuche.

2. Vor der Bewerbung

Ein persönlicher Kontakt erleichtert oft den Bewerbungsprozess. Gegebenenfalls kann ein persönlicher Kontakt auf Jobmessen (z.B. IKOM, VHK, …), bei Firmenbesuchen (z.B. Berichte aus dem Berufsleben) oder über Bekannte hergestellt werden.

Ein kurzes Telefonat mit der für die Anzeige zuständigen Person ist möglich. Allerdings sollten Sie hier bedenken, dass diese Person in der Regel nicht nur für Sie und nicht nur für diese Anzeige zuständig ist, d.h.: überlegen Sie also genau was Sie fragen wollen und ob diese Frage eine gewisse Berechtigung hat (z.B. „Ist diese Anzeige noch aktuell?“ bei etwas älteren Anzeigen), fassen Sie sich wirklich kurz und seien Sie höflich!

Solch ein persönlicher Kontakt im Vorfeld hat mehrere Vorteile:
  • Sie beweisen Eigeninitiative, Kommunikationsstärke und echtes Interesse an der betreffenden Stelle.
  • Die Bewerbung kann direkt an eine personalisierte Post- oder Email-Adresse gesendet werden, d.h. Ihre Bewerbungsunterlagen kommen ohne Umwege zur entscheidenden Person.
  • Die Chance steigt, dass Ihre Bewerbung ins Auge fällt und schneller berücksichtigt wird (Wiedererkennungseffekt).
  • Der Bezug auf ein persönliches Gespräch ist eine perfekte Einleitung für das Anschreiben und wirkt wesentlich kreativer als das übliche "Hiermit bewerbe ich mich um..."

Wenn Sie Ihre Bewerbung mit einem Telefonat angekündigt haben, müssen Sie zeitnah Ihre Mappe zusammenstellen und versenden.

3. Bewerbungsunterlagen

Bewerbungen auf verschiedene Stellen sollten möglichst zeitnah erfolgen. So kann der Bewerbungsprozess bis zur erfolgreichen Stelle an sich verkürzt werden. Außerdem ergibt sich so häufig die Möglichkeit verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen.

Eine Bewerbung für ein Praktikum oder eine Werkstudententätigkeit sollte üblicherweise folgende Unterlagen (Detailinfos zur Ausgestaltung s. z.B. TUM Handbuch für Ihre Karriere) beinhalten:

  • Anschreiben: max. 1 Seite, in sauberem Geschäftsbriefstil!
    Inhaltlich sollten Sie auf die Stelle Bezug nehmen und klar herausstellen, warum gerade Sie auf diese Stelle passen und warum Sie diese Stelle haben wollen.
  • (Tabellarischer) Lebenslauf: max. 2 Seiten.
    Wenn ein Foto beigefügt wird, sollte dieses möglichst professionell sein (die Investition lohnt sich!) Ein biometrisches Passbild ist nicht ideal.
    Praxiserfahrung sollte, falls vorhanden, nicht fehlen.
    Gegebenenfalls können Sprachkenntnisse, Gesellschaftliches Engagement, Hobbies, Auslandserfahrung Ihr Profil für die Stelle ideal abrunden.
  • Anlagen:
    Abiturzeugnis, Bachelor-Zeugnis (falls vorhanden) bzw. Leistungsnachweis (BSc), evtl. Bescheinigungen über früher abgeleistete Praktika oder Werkstudententätigkeiten, Zeugnisse und Zertifikate immer in Kopie!

Wichtig: Sparen Sie nicht am Material! Verwenden Sie hochwertiges Papier, einen guten Drucker und eine neuwertige Bewerbungsmappe. Auf ausreichendes Porto und fehlerlose Adress- und Absenderangaben achten!

4. Elektronische Bewerbung oder klassisch per Post?

Immer mehr Unternehmen bevorzugen Bewerbungen per Email. Diesem Wunsch sollte man nachkommen. Die elektronische Bewerbung sollte jedoch mit demselben Aufwand und derselben sauberen Form wie die klassische Papierbewerbung per Post sein!

Tipp: Die Unterlagen wie für eine Papierbewerbung vorbereiten und Dokumente, wie Zeugnisse, (gut lesbar, aber mit nicht zu großer Datenmenge) einscannen und als PDFs speichern. Einzelne Dokumente ermöglichen eine passende Zusammenstellung für jede Bewerbung.

Bei Bewerbungen per Email sollte man folgendes beachten:
  • Verwenden Sie ein persönliche und seriöse Email-Adresse, z.B. nicht "susi66@web.de", sondern "Susanne.Musterstudent@web.de"
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Postfach erreichbar ist.
  • Betreff: Kurz, aber eindeutig - also nicht nur: "Bewerbung" sondern wie im Betreff des Anschreibens (z.B. Bewerbung auf Praktikumsstelle 1234)
  • Knapper Email-Text, beispielsweise: "Sehr geehrter Herr Dr. Meier, wie telefonisch besprochen übersende ich Ihnen in Anlage meine Bewerbungsunterlagen für die Stelle als Praktikant in der Abteilung für Risikoanalyse. Vielen Dank im Voraus für Ihr Bemühen und beste Grüße..."
  • Bewerbungsanlagen in ein einziges Dokument zusammenfügen und in ein PDF umwandeln (ggf. komprimieren)
  • Anhang der Email: Anschreiben, Lebenslauf und Bewerbungsanlagen als 3 separate PDFs oder vollständig gebündelt der Email anhängen.
  • Benennen Sie die PDFs im Anhang eindeutig: z.B. "Anschreiben Max Musterstudent", "Lebenslauf Max Musterstudent", "Zeugnisse Max Musterstudent" und hochladen.

Einige Firmen haben sogar ein elektronisches Bewerbungsportal in dem teils die Bewerbung im Fließtext, teils als Dokumente in den Bewerberpool hochzuladen sind. Im Großen und Ganzen sollte hier wie bei der Email-Bewerbung gearbeitet werden. Achtung: bitte keine Dummy-Texte oder Dummy-Dateien hochladen! Teilweise werden die Inhalte sofort gespeichert und können nicht mehr geändert werden.

5. Bewerbungsgespräch

Mittlerweile gibt es rund um das klassische Bewerbungsgespräch viele weitere Formen, um einen geeigneten Bewerber zu finden:
  • Assessment Center
  • Recruiting Events
  • Bewerbungsgespräch
  • Telefoninterview
  • Videokonferenz
Seien Sie sich bei jedem Kontakt mit Vertretern des potentiellen Arbeitgebers bewusst, dass es eine Art Vorstellungsgespräch sein könnte, auch wenn es sich nach einem unverbindlichen Telefonat anhört!

Die Kleidung sollte passend zum Unternehmen und zum Job gewählt werden, aber lieber eine Spur overdressed als underdressed. Stellen Sie sich einfach vor, Sie würden in dieser Kleidung ein wichtiges Kundengespräch für diese Firma führen oder so die Firma/Abteilung außerhalb des Betriebs repräsentieren. Was wäre hierfür passend?

Seien Sie auf Detailfragen zum Lebenslauf und aus Ihrer weitern Bewerbungsmappe bereit. Auch die klassischen Bewerbungsfragen (Ihr Stärken und Schwächen? …) können natürlich zur Sprache kommen. Manchmal werden auch Fachfragen gestellt; die Abschlussarbeit und für den Job wichtige Themen sollte man also noch im Kopf haben! In erster Linie geht es aber im Bewerbungsgespräch darum herauszufinden, ob Sie für den Job geeignet sind und ob Sie zur Firma und zum Team passen. Das gilt übrigens für beide Seiten!

Tipp: Verstellen Sie sich nicht, und seien Sie offen, ehrlich und selbstbewusst.

6. Gehalt

Das Gehalt ist für Praktikanten und Werkstudenten meist bereits in den Firmen festgelegt. Praktikanten und Werkstudenten (außer Pflichtpraktikum) fallen in Deutschland unter die Regelung für den Mindestlohn.

Für den Berufseinstieg sollten Sie sich im Vorfeld im Klaren sein, wieviel Sie unter welchen Bedingungen (Arbeitszeit, Zeitabrechnung, Prämien, Unternehmensgröße, Standort, Branche, …) verdienen möchten. Dabei sollte auch die Qualifikation für den jeweiligen Job mit einbezogen werden (Sind noch Fortbildungen oder längere Einarbeitungszeiten nötig, oder bringen Sie alle Anforderungen ausnahmslos mit?). Bei der Verhandlung selbst sollten Sie mit Ihrer Vorstellung weder deutlich zu hoch liegen, noch dürfen Sie sich unter Wert verkaufen. Beides kann dazu führen, dass Sie keine Job bekommen. Gehaltstabellen für Einsteiger nach Branche und Bundesland findet man bei vielen Anbietern kostenlos im Netz. Tipp: Fragen Sie auch im Freundes- und Bekanntenkreis nach Erfahrungswerten.

7. Zeugnis

Wichtig: Bestehen Sie am Ende Ihrer Tätigkeit darauf, dass Ihnen ein offizielles (Praktikums-) Zeugnis oder zumindest eine offizielle Bestätigung ausgestellt wird. Nur wenn Sie über ein offizielles Dokument verfügen, können Sie Ihre Berufserfahrung problemlos nachweisen und in Ihren Job im Lebenslauf aufführen. Tipp: Notieren Sie bereits während der Tätigkeit Stichpunkte über Ihre verschiedenen Projekte oder Arbeitsaufgaben als Rohmaterial für Ihr Zeugnis - so erleichtern Sie Ihrem Vorgesetzten die Arbeit, wenn er Ihr Zeugnis verfassen muss. Für die Anerkennung eines Praktikums beachten Sie bitte (Anforderungen) und (Zeugnis).


Viele weitere Tipps rund um Bewerbung und Karriereplanung finden Sie im TUM Handbuch für Ihre Karriere.
 

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